Ein Artikel von Halis
Es gibt 400 Millionen Firmengründungen weltweit. Ein Trend, der vor allem in den USA und in China für neue Möglichkeiten sorgt. In Deutschland sehen viele Menschen Start-Ups eher kritisch.
Fragt man Schüler, wie sie sich ihr späteres Berufsleben vorstellen, antworten die meisten, sie wollen eine Ausbildung oder ein Studium machen und anschließend in einem guten Unternehmen für den Rest ihres Lebens arbeiten. Die wenigsten machen sich Gedanken darüber, später ein Startup zu gründen. Warum ist das so?
Vielleicht weil viele nicht wissen, was ein Startup wirklich ist. Startups bestehen aus innovativen Ideen, die das Potenzial haben, ein neues Produkt mit einer hohen Wachstumsrate auf den Markt zu bringen. Startups werden oft durch Crowdfunding, Investoren oder durch Förderbanken finanziert. Die meisten traditionellen Banken scheuen das Risiko, da die Gründer in der Regel jung sind, über wenig Erfahrung verfügen und oft auch keine finanzielle Rückendeckung besitzen.
Das größte Problem der Startups ist das Risiko. Sie haben zwar eine komplett neue Produktidee, aber keiner weiß genau, ob diese sich auch auf dem Markt behaupten kann. Die Gründer setzen oftmals ihre Zeit und ihr finanzielles Kapital aufs Spiel und bei fehlendem Erfolg gefährdet das nicht selten ihre Existenz. Gründer verlieren dabei nicht nur Geld, sondern auch Zeit. Eine drohende Privatinsolvenz ist für viele demütigend.
Eine Existenzgründung ist mit einem großen Zeitaufwand verbunden. Es müssen Pläne erstellt werden und die Umsetzung ist nicht in einem Acht-Stunden-Tag geschafft. Des Öfteren kommt das Privatleben zu kurz. Freunde und Familie beschweren sich nicht selten.
Bei Startups werden Familien aber auch gerne eingebunden, wenn es um die Finanzierung geht. Da fangen dann die Probleme an. Familie und Freunde werden als Geldquelle Nummer eins gesehen. Junge Menschen fragen lieber die Familie als eine Bank um Geld. Ist die Gründung ein Fehlschlag, kann es zu familiären Konflikten kommen, denn nun ist die Gefahr gegeben, dass sie ihr Geld nicht wiederbekommen.
Aber nicht jede Existenzgründung muss ein so großes Risiko beinhalten.
Es gibt auch andere Möglichkeiten eine Finanzierung auf die Beine zu stellen. Hier bietet das Internet interessante Wege. Es gibt das sogenannte Crowdfunding. Das ist eine der beliebtesten Arten an Finanzkapital zu kommen. Auch bietet Social Media neue Möglichkeiten Werbung für das eigene Produkt zu machen. Das spart die hohen Marketingkosten. Integriert man Freunde und Familie, dann hat man zu Beginn Unterstützung und kann erste Erfahrungen sammeln, ohne gleich einen Mitarbeiter einstellen zu müssen. Unterstützung kann man auch von Investoren erhoffen. Hier ist das finanzielle Risiko gering. Scheitert man mit seiner Idee, muss man keine Kredite an die Bank zurückzahlen. Das ist das Risiko, das der Investor trägt. Dafür bekommen Investoren aber auch Mitspracherechte oder sie sichern sich vertragliche Vorkaufsrechte. In fast allen größeren Städten gibt es sogenannte Digital Hubs. Das sind Unterstützer mit staatlichen Geldern, die Startups Kontakte vermitteln, sie beraten oder auch repräsentative Räumlichkeiten zur Verfügung stellen, wenn man Termine mit Geschäftskunden hat und diese nicht im heimischen Wohnzimmer empfangen möchte.
Die Gründung eines Startups ist heutzutage einfach. Das Risiko muss man abschätzen und minimieren. Startups versprechen hohe Gewinne und Erfolg. Mut machen sollen folgende Beispiele:
- Christian Reber (Alter beim Exit: 29 Jahre), Gründer und CEO von 6 Wunderkinder, Exitsumme: 183 Millionen
- Catalin Voss (Alter beim Exit: 20 Jahre), Sension, Exitsumme: unbekannt
- Fabian Heilemann (Alter beim Exit: 29 Jahre), Dailydeal, Exitsume: 114 Millionen
Die Erfolgschancen hängen von einer guten Idee, dem Engagement und dem Risikomanagement ab. Auch gesellschaftlich sind Startups bedeutsam, denn sie stellen einen neuen Markt mit neuen Arbeitsplätzen dar. Der Bundesverband Deutscher Startups schätzt in seinem Startup Monitor, dass fast 50.000 neue Stellen durch Startup entstanden sind. Weitere erfolgreiche Startups sind Horizn Studios, Celonis und N26. Googelt mal, ihr werdet viele interessante Startup Unternehmen finden und vielleicht kommt euch dabei ja eine eigene coole Idee für ein erfolgreiches Startup. Wir wünschen viel Erfolg!