„Eure Überheblichkeit ist eure Schwäche.“ Dieses Filmzitat von Luke Skywalker aus Star Wars könnte Sinnbild für die Arroganz der Erwachsenen gegenüber den jungen Klimaaktivisten sein.
Kommentar von Anna, 15.05.2019
„Schulschwänzer“, „Kinder, die keine Ahnung haben“, „Wichtigtuer“ – dies sind nur einige Beschimpfungen, mit denen die Protestler der „Fridays for Future“-Bewegung belegt werden. Die Demonstranten sind hauptsächlich Jugendliche, die für ihre Zukunft auf die Straße gehen. Sie fordern, dass die Politik endlich eine härtere Gangart in der Klimapolitik anstrebt. Dabei riskieren sie auch viel für ihre persönliche Zukunft, wenn sie jeden Freitag ihren schulischen Erfolg opfern.
Die 15-jährige Schwedin Greta Thunberg, die für den Friedensnobelpreis 2019 nominiert ist, steht im Mittelpunkt der Fridays-For-Future-Bewegung. Sie steht für Klimagerechtigkeit und einen lebenswerten Planeten. Mit ihr gehen mittlerweile weltweit tausende Schüler jeden Freitag auf die Straße und protestieren für ihre Zukunft und einen besseren Umgang mit Ressourcen. Sie wollen erreichen, dass auch nachfolgende Generationen eine intakte Umwelt vorfinden.
Nachhaltigkeit wird beim Klimaschutz großgeschrieben. Jeder kann bei sich anfangen und nachhaltig leben. Laut Studien von YouGov und Statista wollen Deutsche umweltbewusster leben. Bei der Befragung gaben 53% an, man wolle auf Plastikmüll verzichten, wenn es möglich ist. Hier beunruhigen Zahlen, nach denen, laut Statistiken des Bundes Umweltamt eine Plastikflasche rund 410 Jahre im Meer verbleibt und eine Plastiktüte 10 bis 30 Jahre. Vor diesem Hintergrund sind in den letzten Jahren zahlreiche Unverpackt Läden entstanden, die einen plastikfreien Einkauf ermöglichen. Auch in ländlichen Regionen müssen sich die Supermärkte und Discounter zukünftig umstellen. Die Vorstellung, dass der Plastik, im Verrottungsprozess auch in der Nahrungskette ankommt, ist durchaus unappetitlich.
Es gibt zahlreiche Unternehmen, die sich Nachhaltigkeit zum Ziel gesetzt haben und diesen Markt und die Nachfrage bedienen möchten. Sie wollen dem Trend „Fast Fashion“ ein Modell entgegen stellen, dass auf Umweltfreundlichkeit und faire Produktion setzt. Marken wie „Waschbär“ oder „Grüne Erde“ haben sich hier Namen gemacht, denen Verbraucher zu vertrauen scheinen. Ein weiterer Trend ist Second Hand oder Vintage Mode. In zahlreichen Städten gibt es solche Läden, die bei jungen Leuten sehr angesagt sind.
Es sind nach einer Studie von Statista mittlerweile 56% der Deutschen der Meinung, dass Umweltschutz für sie wichtig sei. Die Umsetzung ist nicht schwer, man kann einfach anfangen, die Wäsche Lufttrocknen zu lassen oder einfach mal etwas zu reparieren anstatt es gleich wegzuwerfen. Die Sachen, die man kauft, müssen eine andere Wertigkeit für einen selbst bekommen.
Ob Greta Thunberg nun zu jung ist oder keine Ahnung hat, ist nicht relevant. Greta hat mit 15 Jahren schon erkannt, dass „man niemals zu klein ist, einen großen Unterschied zu machen“ (Rede Greta Thunberg). Sie hat mit ihrer Bewegung eine Vorbildfunktion erlangt und uns gezeigt, wie man die Umweltproblematik endlich in den Vordergrund bringt. Denn wir werden mit den Folgen leben müssen.