Von Romina, Lena und Fin
Der intelligente Roboter vernichtet Arbeitsplätze. Ist es dieses Bedrohungsszenario, das uns junge Menschen unsicher macht, welchen Beruf wir wählen sollen? Schließlich wissen wir nicht, wie sich die Digitalisierung auf die verschiedenen Jobs auswirkt. Wird es in Zukunft noch Bankfilialen geben oder gibt es dann nur noch Online-Banking? Dies ist nur eins von vielen Beispielen.
Im ERASMUS+ Programm „My way into the digitalized and globalized working world“ haben wir uns mit verschiedenen Branchen und Berufen auseinandergesetzt und können Chancen und Risiken der Digitalisierung nun besser einschätzen und haben zudem noch wichtige Schlüsselqualifikationen auf dem Gebiet erworben.
Die nächste Phase der Digitalisierung wird auch Berufe treffen, die Verwaltungstätigkeiten erfordern. Künstliche Intelligenz wird die Arbeit bald besser und schneller erledigen. Zudem werden Arbeiter zunehmend in der Produktion durch intelligente Maschinen und Roboter ersetzt. Aber bedeutet das auch, dass es zukünftig keine Bürotätigkeiten mehr geben wird?
In dem ERASMUS+ Projekt haben wir Berufe und Firmen kennengelernt, die dies betrifft und erfahren, wie sie mit der Digitalisierung umgehen. Es war sehr interessant zu sehen, wie die Firmen diese Herausforderung managen. Natürlich wird es Stellenabbau geben, aber es kommen auch neue Stellen dazu. Die Unternehmen haben schon fast alle eine 24/7 Kundendienst-Hotline, meist auch auf Englisch. Maschinen müssen bedient und programmiert werden. Die digitale Revolution hat es möglich gemacht, viele Arten von Arbeiten auszulagern, ohne die Produktivität zu beeinträchtigen. Die meisten großen Unternehmen ermöglichen ihren Mitarbeitern jetzt die Arbeit von zu Hause aus zu erledigen. Doch das hat wiederum zur Folge, dass es weniger Beziehungen unter den Kollegen gibt. Unternehmen können auf digitalen Wegen immer und überall mit anderen Unternehmen kommunizieren und kooperieren. Man kann von zu Hause aus weltweit tätig sein. Wir haben gelernt, dass digitale internationale Meetings eine sehr interessante Erfahrung sind. Es ist möglich, online mit verschiedenen Gruppen zu chatten. Unabhängig von der
Entfernung oder dem Standort, solange eine zuverlässige Internetverbindung verfügbar ist. Das macht viele Dinge einfacher.
Mit Erklärungsvideos – die ein digitales Werkzeug sind – können Unternehmen ihre Mitarbeiter in neue Tätigkeitsfelder einführen. Wir haben im Projekt auch Erklärungsvideos produziert, die dann in anderen Klassen eingesetzt werden können. Online-Kurse und Erklärungsvideos können auch Fachleuten helfen, sich an neue Entwicklungen anzupassen. Auch neue Berufe wie E-Commerce-Angestellte müssen ihre Fähigkeiten auf dem neuesten Stand halten. Fachleute, die dies in Betracht ziehen, verlieren
weniger wahrscheinlich ihren Arbeitsplatz. Die meisten großen Unternehmen verwenden heute eine digitale Cloud, um Dokumente zu speichern, auf die von praktisch von überall auf der Welt zugegriffen werden kann. Einerseits wird dadurch Papier gespart und das ist gut für die Umwelt, andererseits ist es eine Frage der Sicherheit und die Speicherung erfordert viel Energie.
Im ERASMUS+ Programm haben wir nicht nur erfahren, wie man mit der Digitalisierung im Berufsleben umgeht, sondern auch, wie man Kontakte mit den anderen Schülern und Schülerinnen aus Italien und Frankreich aufrechterhält. Auf Knopfdruck ist es jetzt möglich, mit Ihnen zu kommunizieren. Ganz nebenbei haben wir unsere Fremdsprachenkenntnisse in Englisch und Französisch verbessert. Digitale Wörterbücher und Übersetzungstools können eine große Hilfe sein. Allerdings war es auch ein Thema, was es bedeutet, wenn eine schlechte Nachricht in Windeseile durch die Welt geht. Schlechte Nachrichten werden viel eher wahrgenommen als gute. Ob man es will oder nicht. So kann die Privatsphäre auf einen Klick verletzt werden und man kann nichts dagegen machen. Ein weiteres Problem ist, dass das Urheberrecht quasi nicht mehr existiert. Sobald urheberrechtlich geschützte Informationen in die digitale Landschaft gelangen, bestehen keine Einschränkungen mehr, wer darauf zugreifen kann. Jeder kann ein Bild, das urheberrechtlich geschützt ist, einfach kopieren und als seins ausgeben. Im Project haben wir viel mit Open Sources gearbeitet.
Nicht zuletzt ermöglicht Digitalisierung auch Bildung für alle. Es wird in Zukunft immer häufiger möglich sein, sein Wissen über das Internet zu erweitern. Im Internet findet man viele frei
Lernprogramme. Man kann sogar schon einen Hochschulabschluss online erwerben. Das Internet erleichtert es auch, dass Mitarbeiter auf dem neusten Stand bleiben und sich in ihren Berufen schnell und einfach fortbilden können. Auch wenn neue Berufe wie z.B. der Kaufmann/ die Kauffrau für E-Commerce entstehen, hat man die Möglichkeit sich umschulen lassen und man muss nicht Angst haben, seinen Job zu verlieren. Man sollte auf jeden Fall positiv in die Zukunft schauen und sich auf den neusten Stand halten. Eine weitere interessante Möglichkeit ist, mit ERASMUS+ ein Praktikum im Ausland zu machen. Es werden einem den Großteil der Kosten für Fahrt und Unterkunft erstattet und man kann gleichzeitig seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern und interessante Leute kennenlernen. Wir haben viel mitnehmen können on „our way into the digitalized and globalized working world“.